Laika Verlag

 

Laika Verlag

Buchvorstellung und Diskussion mit Luciana Castellina, Daniel Cohn-Bendit und Thomas Seibert

Saalbau Gutleut, Rottweiler Straße 32, Frankfurt
15. September
20 Uhr

Buchvorstellung und Diskussion
Donnerstag, 15. September, 20 Uhr
Saalbau Gutleut, Rottweiler Straße 32

Mit Luciana Castellina, Daniel Cohn-Bendit und Thomas Seibert

»Kein Aufbruch, kein Europa – über das Scheitern des europäischen Projekts«

Luciana Castellinas Buch „Die Entdeckung der Welt“ ist das Zeugnis einer jungen Frau im Aufbruch, in einer Zeit, in der nach dem Faschismus und der Shoa auch die europäischen Gesellschaften neu aufbrechen mussten. Anhand ihrer Lebensgeschichte stellt sich die Frage, warum dieser Aufbruch gescheitert ist – ein Scheitern, das Stéphane Hessel, Vertreter der Résistance, zu dem Aufruf "Empört Euch" veranlasste. Darin attackiert Hessel die Missachtung der Werte dieses Aufbruchs durch den global herrschenden Kapitalismus. Krieg, Renationalisierung, soziale Kälte und Entsolidarisierung prägen das heutige Erscheinungsbild der Gesellschaft, die weiterhin ihrer sozial bestimmten Neuerfindung harrt.

Der Philosoph Dr. Thomas Seibert diskutiert diese Fragen mit Luciana Castellina und Daniel Cohn-Bendit, damaliger Sprecher des 68er-Aufbruchs und politisch Mitwirkender des heutigen Europas.

 
 

Eintritt 8 € / ermäßigt 5 €

Luciana Castellina, geboren 1929, ist Journalistin und Schriftstellerin, Mitgründerin der Zeitung il manifesto, aber vor allem kämpferische Politikerin und seit den 1960er-Jahren eine der führenden Persönlichkeiten der italienischen Linken. Mit "Die Entdeckung der Welt" war sie 2011 in Italien für den Literaturpreis Strega nominiert.

Daniel Cohn-Bendit war von 1994 bis 2014 Mitglied im Europäischen Parlament. Ab 2002 war er dort Co-Vorsitzender der Fraktion der Grünen / Europäische Freie Allianz. Er kandidierte abwechselnd für die deutschen Grünen und die französischen Les Verts bzw. Europe Écologie-Les Verts. Er ist Autor zahlreicher politischer Beiträge und Bücher.

Dr. Thomas Seibert ist Aktivist, Philosoph und Autor. Er arbeitet als Referent im Bereich Südasien für medico international, ist im Wissenschaftlichen Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung und seit vielen Jahren politisch aktiv in der Interventionistischen Linken. Er ist außerdem Vorstandssprecher des Instituts Solidarische Moderne.

Eine Veranstaltung des Laika Verlags in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e. V.  und teorema e. V.

Fotos: Seibert ©Katrin Schilling, Castellina ©Daniele Segre