Laika Verlag

 

Laika Verlag

Brief an einen israelischen Freund

ISBN
978-3-942281-03-4
Erschienen Oktober 2011
Preis
14,90 €
112 Seiten

»Wenn ich mich diesem Ufer nähere, von Klippen übersät, die einen Panzer bilden, kann ich sicher sein, dass ich mich mit mehr als der Hälfte meiner Freunde überwerfen werde. Es ist einfach eine Tatsache, dass ein Ungläubiger einem Juden aus Israel unbefangener begegnet als einem Landsmann, der manchmal israelischer ist als die Israelis und oft einen Kratzer für einen tödlichen Angriff hält.«

In seinem Brief an den Freund Élie Barnavi, ehemaliger Botschafter Israels in Frankreich und Autor des Buches Les Religions meurtrières, spricht der französische Intellektuelle Régis Debray brennende Fragen im Verhältnis zwischen Israel und Palästina, Aspekte des Judentums und des Antisemitismus in Frankreich an.

Dieser mit erstaunenswerter Schärfe und Perspektive formulierte Brief vermeidet jede Provokation und ist eine Aufforderung zur notwendigen Reflexion in einem schon fast statisch gewordenen Konflikt. Beispielgebend für eine gut durchdachte und freie Argumentation hat dieses Buch die Qualität, eine produktive Debatte zu befördern.

 

Régis Debray ist Philosoph und Schriftsteller, Autor von Romanen, Essays und Theaterstücken. Debray ist Ehrenpräsident des Institut Européen en Sciences des Religions (Europäisches Institut für Religionswissenschaft) und Herausgeber der Zeitschrift Médium, die sich der künstlerischen Gestaltung, der Wissenschaft und Techniken der medialen Vermittlung widmet. Debray zählt zu den bedeutendsten Intellektuellen in Frankreich. Er hat den weltweiten Aufbruch in den Sechziger Jahren an der Seite Che Guevaras mit Revolutionstheorien und kritischen Reflexionen begleitet. In den Achtziger Jahren war Debray Berater von François Mitterand, dem aus der sozialistischen Partei hervorgegangenen Präsidenten Frankreichs.

 

Élie Barnavi ist Historiker und früherer Botschafter Israels in Frankreich. Barnavi ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen; in deutscher Übersetzung ist sein Buch Les religion meurtrières (Mörderische Religion: Eine Streitschrift. Ullstein, 2008) erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

Pressestimmen

»Israel bewegt sich immer stärker in Richtung einer Katastrophe, meint der französische Intellektuelle Regis Debray. Das Land ist geprägt von Widersprüchen, die dem Frieden entgegen stünden. Deswegen hat er seine Gedanken zu einem essayistischen „Brief an einen israelischen Freund“ verdichtet. Debrays Adressat ist der ehemalige israelische Botschafter in Frankreich. (...) Debray erklärt den Grund für die Abkehr der Israelis von den Pionierleistungen der Anfangsjahre ebenso schlüssig mit der Geschichte des Zionismus, wie er auch seine frühere Begeisterung für den Zionismus davon ableitet. (...) Dem deutschen Leser eröffnet der Dialog, dass es nicht nur hierzulande beim Ringen um eine Position im Nahostkonflikt viele Fallen gibt, die es zu überwinden gilt. Denn es hilft niemanden, sich aus Angst vor der Geschichte vor der Zukunft wegzuducken. Nicht den Palästinensern und den Israelis, aber auch nicht den Deutschen und Franzosen.«

Helge Buttkereit, Deutschlandfunk »Andruck«

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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