Laika Verlag

 

Laika Verlag

Ästhetik der Unterwerfung – Das Beispiel Documenta

ISBN
978-3-942281-46-1
Erschienen März 2013
Preis
21 €
248 Seiten

Noch immer gilt die Documenta, deren 13. Auflage im Sommer 2012 in Kassel stattfand, als das weltweit führende Ausstellungs-Ereignis für Moderne Kunst. Gleichzeitig hält das Documenta-Management den Anspruch aufrecht, einen repräsentativen Überblick über das globale Kunstschaffen zu bieten und ausschließlich Kunst »allerhöchsten Ranges« zu präsentieren. Tatsächlich hat die Documenta in ihrer 60-jährigen Geschichte eine prägende Rolle bei der Durchsetzung eines weltabgewandten Modernismus und der Durchsetzung einer Event-Kultur gespielt.

Eine Manipulations- und Formierungstendenz war seit ihren Anfängen ein prägendes Merkmal. Die Beiträge des Bandes gehören zu den wenigen, die sich kritisch mit der Documenta auseinandersetzen. Für die Autoren ist die Documenta 13 Anlass, nach dem spezifi schen Charakter zeitgenössischer Kunst und den Bedingungen der Kunstproduktion im Zeichen einer manifesten sozio-kulturellen Krisensituation zu fragen. Angesichts seines hegemonialen Charakters wird nach der ideologischen Rolle gefragt, die der ästhetische Modernismus spielt. Es geht um das aktuelle Verhältnis von Kunst und Gesellschaft und um die Frage, welche theoretischen Kriterien für die Bewertung von Kunst zur Verfügung stehen. Die Beiträge des Bandes argumentieren vehement gegen die Trivialisierung von Kunst und ihre Vereinnahmung für irrationalistische Weltanschauungsbedürfnisse, die prägende Merkmale der Documenta-Inszenierung 2012 gewesen sind.

 

werner seppmannWerner Seppmann (geb. 1950) hat nach Berufstätigkeit und »zweitem Bildungsweg« Sozialwissenschaften und Philosophie studiert. Langjährige Zusammenarbeit mit Leo Kofler. Vorstandsmitglied der Marx-Engels-Stiftung. Zahlreiche Veröffent- lichungen zur Sozialstrukturanalyse, Marxismusforschung, Dialektischen Philosophie, Ideologietheorie, Kritischen Gesellschaftstheorie, Klassenanalyse und Kultur- soziologie. Im Laika-Verlag sind zuletzt erschienen: Subjekt und System. Der lange Schatten des Objektivismus (2011) sowie Dialektik der Entzivilisierung. Krise, Irrationalismus und Gewalt (2011).

Mit Texten von Heike Friauf, Thomas Metscher, Thomas J. Richter und Werner Seppmann.

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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