Laika Verlag

 

Laika Verlag

Pier Paolo Pasolini - Bachmann-Gespräche

Istituto Italiano di Cultura, Hansastraße 6, 20149 Hamburg
Mittwoch, 12. Februar 2020, 19 Uhr
Eintritt frei, Anmeldung erbeten an events@iic-hamburg.de

Interviews aus den Jahren 1961-1975

Präsentation der deutschen Ausgabe des Bandes »Pier Paolo Pasolini. Polemica Politica Potere. Conversazioni con Gideon Bachmann». Das Buch, übersetzt und kommentiert von Fabien Vitali in Zusammenarbeit mit Gabriella Angheleddu, erscheint Anfang März 2020 in der Galerie der abseitigen Künste

 

Auf dem Podium diskutieren: Fabien Vitali und Peter Kammerer

Mit anwesend: Paolo Sassi, Freund und Biograph von Gideon Bachmann 

In deutscher Sprache. Mit Bildern und Tondokumenten. 

Eintritt frei, Anmeldung erbeten an events@iic-hamburg.de

 

Er »hasse Interviews«, behauptete Pasolini. Umso erstaunlicher erscheint, wie viele er davon dem deutsch-jüdischen Filmjournalisten Gideon Bachmann (1927-2016) in den Jahren von 1961 bis 1975 dennoch einräumte. Vielleicht weil es sich nicht um klassische Interviews handelte? In der Tat sind die von Bachmann auf Ton aufgezeichneten, und hier zum ersten Mal einheitlich in Textform veröffentlichten Begegnungen mit Pasolini einzigartig: Es sind Gespräche, ohne zwingenden Anlass und offenen Ausgangs. Das künstlerische und politische Werden Pasolinis, von seinen ersten Filmen (AccattoneDas Evangelium Matthäus) bis zu den »Freibeuterjahren«, seine Haltung zu den tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen in Italien und Europa, sind hier nicht Gegenstand eines geordneten Diskurses. Die Bachmann-Gespräche nähern sich Pasolini über Umwege, in Form unbefangener Unterhaltungen, die umso reizvoller sind, als sie Eindrücke vermitteln vom Menschen Pasolini: von seinen Überzeugungen, seinen Unsicherheiten, seinen Widersprüchen, seiner Suche.

Solidarität mit #allesdichtmachen

"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

#allesdichtmachen