Laika Verlag

 

Laika Verlag

Buchvorstellung auf der Leipziger Buchmesse: über »Marx und der abnorme Charme der Bourgeoisie«

Leipzig, Leseinsel »Die Bühne«, Halle 5, Stand E 402
Freitag, 24. März 2017, 17.30 Uhr
Vorstellung und Diskussion: Fabien Kunz-Vitali

Vortrag

Fabien Kunz-Vitali über Stefano Brugnolos Essay »Marx und der abnorme Charme der Bourgeoisie«:
Dichtung und Aktualität in Marx' Darstellung der bürgerlichen Klasse

Freitag, 24. März, 17.30 Uhr
Leseinsel »Die Bühne«, Halle 5, Stand E 402
 

Alle sprechen heute vom Kapitalismus, dabei handelt es sich aber um eine Art »Kapitalismus ohne Bourgeoisie«. Wir können uns heute kaum mehr vorzustellen, dass eine bürgerliche Klasse existiert. In seinem Essay konfrontiert uns Stefano Brugnolo, Professor für vergleichende Literaturwissenschaften, mit diesem Problem. Er setzt bei jenem Autor an, bei dem der Bourgeoisie-Begriff bis heute am Besten ausgearbeitet ist: Marx. Die Originalität seiner Lektüre liegt darin, in Marx nicht nur einen Theoretiker, sondern auch einen großen epischen Autor zu sehen. Brugnolos Auseinandersetzung mit der dichterischen Gestalt von Marx' Werk lenkt den Blick auf bislang wenig beachtete, hochaktuelle Aspekte seines Denkens.

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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