Laika Verlag

 

Laika Verlag

Instruktionen für den Aufstand

Band 9:
ISBN
978-3-944233-81-9
Erscheint im Mai 2017
Preis
ca. 9,80 €
ca. 100 Seiten

Blanquismus bezeichnet heute zumeist den Staatsstreich einer verschworenen Minderheit, die Machtpositionen in Armee, Politik und Presse inne hat. Zeit, diesen Begriff durch eine Einführung in das politische Denken von Auguste Blanqui (1805–1881), einem der bekanntesten der zahllosen französischen Revolutionäre, zu schärfen.

Blanqui – Ökonom, Sozialist, Journalist, Propagandist, Barrikadenkämpfer und Rebell – verbrachte mehr als dreißig Jahre als Staatsfeind im Kerker. Doch an seinem Lebensabend trug seine unbändige Leidenschaft für die Befreiung endlich Früchte: Als Ehrenmitglied der Pariser Kommune wurde er 1871 zum Helden und Mentor einer neuen Generation von Revolutionären, radikaler als jemals zuvor. Der Titel seiner Zeitung Ni Dieu ni maître (Kein Gott, kein Herr) hallt heute noch durch die Straßen von Paris.

Blanquis Erbe liegt nun in Form seiner wichtigsten Texte, ausgewählt von Karl-Heinz Dellwo und eingeleitet von Rudi Gradnitzer, konzentriert und gebunden vor.

Solidarität mit #allesdichtmachen

"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

#allesdichtmachen