Laika Verlag

 

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Spurensuche. Von Adorno bis Žižek – Analysen der postmarxistischen Theorie

Band 69:
ISBN
978-3-944233-72-7
Noch nicht erschienen
Preis
ca. 48 €
ca. 580 Seiten

Der chinesische Theoretiker Zhang Yibing, Philosophieprofessor und Vizepräsident der Nanjing-Universität, gilt als einer der führenden Analysten des sogenannten westlichen Marxismus.

Yibing zufolge endete die Tradition des westlichen Marxismus bereits 1968 nach der Veröffentlichung von Adornos Negative Dialektik. Damit wurden die theoretischen Grundlagen des authentischen Marxismus und eine substanzielle Kritik des Kapitalismus aufgegeben zugunsten einer zunehmend idealistischen Kulturkritik. Beginnend mit 1968 teilte sich diese neue theoretische Strömung in drei unterschiedliche Linien: Postmarxismus, postmoderner Marxismus und Neomarxismus. Alle drei Strömungen einte der Abschied von marxistischen Grundthesen und Grundbegriffen. Ob Adorno mit Negative Dialektik, Debord mit Die Gesellschaft des Spektakels, Derrida mit Marx’ Gespenster oder Žižek mit The Sublime Object of Ideology (Das erhabene Objekt der Ideologie) – sie alle eint eine Instrumentalisierung marxistischer Terminologie im Sinne einer letztendlich idealistischen Theorie der Postmoderne. Yibing analysiert im vorliegenden Band die Hauptwerke dieser Strömungen und zeigt, dass sie nichts mit Marxismus, sondern viel mit theoretischer Regression zu tun haben.

Aus dem Englischen von Harald Etzbach

 

Prof. Zhang Yibing, geboren 1956 in Nanjing, graduierte 1981 an der Philosophischen Fakultät der Universität Nanjing. Er ist heue Vizepräsident der Universität und lehrt dort Philosophie. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem »westlichen Marxismus«. Yibing veröffentlichte bisher zehn Bücher zu diesem Thema. Eine Reihe seiner Texte sind in englischer Sprache erhältlich.

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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