Laika Verlag

 

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Lenin Rediscovered: Zur Aktualiät von Was tun? Eine Neuinterpretation

Band 63
ISBN
978-3-944233-67-3
Erscheint im Sommer 2017
Preis
ca. 30 €
ca. 800 Seiten

Wenige Werke in der Geschichte des Marxismus sind so umstritten wie die Polemik Was tun?, mit der sich Lenin 1902 an die sozialistische Bewegung in Russland wandte.

Laut Lenins Kritikern beweist Was tun?, dass der Autor kein Interesse an der Selbstbefreiung der Arbeiterklasse hatte, sondern sie lediglich manipulieren wollte, um seine elitären Pläne umzusetzen. Die Verbrechen Stalins, so hört man von diesen Kritikern häufig, ließen sich zu Lenins Text zurückverfolgen.

Mit seiner Neuübersetzung von Was tun? wirft Lars T. Lih jedoch ein neues Licht auf diese Debatte. Er hinterfragt falsch übertragene Konzepte, beleuchtet die damaligen politischen Diskussionen unter Revolutionären und kommt zu dem Schluss, dass viele sogenannte akademische Experten Lenins Werk völlig falsch interpretieren.

Lihs beeindruckende, systematische Recherche zerstört den Mythos, nach dem Was tun? das Werk eines elitären Verschwörers ist. Im Gegenteil, so Lih: Lenin hatte großes Vertrauen in die Fähigkeiten der russischen Arbeiter. Er war überzeugt, dass sie durch ihre eigenen Kämpfe und politische Bildung zu revolutionären Schlussfolgerungen gelangen würden.

Es sind viele Bücher über Lenin verfasst worden. Aber selten hat eine wissenschaftliche Arbeit die gängige Meinung über den vielleicht wichtigsten Revolutionär der Geschichte so tiefgreifend infrage gestellt.

Erscheint in zwei Bänden: Band I enthält die umfassende Neuinterpretation von Was tun?; Band II enthält dessen Neuübersetzung.

Übersetzt aus dem Englischen von Tina Werkmann.

 

Die Bände werden auch als Subskription angeboten!

Lars T. Lih machte 1968 seinen Bakkalaureus an der Universität von Yale und erhielt 1971 seinen B. Phil. in Oxford. Danach arbeitete er sechs Jahre im Büro des amerikanischen Abgeordneten Ronald V. Dellums (Demokrat, Kalifornien). 1984 kehrte er an die Universität zurück und erhielt in Princeton seinen Ph.D. in Politikwissenschaften. Er lehrte an der Duke University und dem Wellesley College und lebt heute in Montreal (Quebec). Lih lehrt als außerordentlicher Professor an der Schulich School of Music der McGill University und schreibt über russische und sozialistische Geschichte.

Er ist Autor des Buchs Bread and Authority in Russia, 1914-1921 (1990) und Co-Autor von Stalin’s Letters to Molotov (1995). Lenin Rediscovered erschien in der Originalausgabe 2006 bei Brill and Haymarket. Sein neuestes Buch ist Lenin (2011). Derzeit arbeitet er an einer Studie über die bolschewistische Revolution.

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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