Laika Verlag

 

Laika Verlag

Badiou

Band 9:
ISBN
978-3-942281-99-7
Erschienen Oktober 2012
Preis
21,00 €
232 Seiten

Das Buch gilt als bisher beste Einführung in das Denken des französischen Philosophen Alain Badiou sowie die bisher intensivste theoretische Auseinandersetzung mit Badious Hauptwerken „Theory of the Subject“ und „Das Sein und das Ereignis“. Was ist praktischer Humanismus, was eine Ethik der Wahrheit – Badious marxistische Wurzeln und seine theoretische Reflexion der Psychoanalyse Lacans münden in einem Entwurf für eine „Intelligenz der ständigen Veränderung“, einer Anleitung widerständiger Lebenspraxis.

In einem freimütigen Augenblick während einer Konferenz, die vor einiger Zeit stattfand, brachte Alain Badiou seine Enttäuschung und Überraschung darüber zum Ausdruck, dass so viele seiner Kollegen – er dachte an die Generation der Studenten- und Arbeiteraktivisten der so genannten soixante-huitards oder »68er« – eine große Ablehnung gegenüber ihrem früheren militanten Engagement entwickelt hatten. Auch wenn seine Äußerung eher als Randbemerkung vorgebracht wurde, so war sie doch mehr als das: Badious Betroffenheit über Menschen, die sich gegen etwas wenden, an das sie einmal geglaubt haben, ist unmittelbar mit einem übergreifenden Anliegen seiner Philosophie verbunden. Badiou interessiert sich für die Bedingungen von Konversion, Überzeugung, Entschlossenheit, Beharrlichkeit und, auf der anderen Seite, Schwanken, Zweifel und Rückzug.

 

ed pluthEd Pluth lehrt als Professor für Philosophie an der California State University in Chico/USA zu den Themen Philosophie des 20. Jahrhunderts, Strukturalismus und Poststrukturalismus, Logik und Kritisches Denken, Existenzphilosophie, Phänomenologie sowie Ethik und menschliches Glück. Neben seiner Arbeit zu Alain Badiou hat Ed Pluth eine Abhandlung zum Freiheitsbegriff in der Theorie von Jacques Lacan veröffentlicht.

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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