Laika Verlag

 

Laika Verlag

Anleitung zum Bürgerkrieg

Band 10:
ISBN
978-3-942281-08-9
Erschienen März 2012
Preis
ca. 17,80 €
ca. 160 Seiten

Tiqqun ist ein anonymes französisches Autorenkollektiv, das seit 1999 besteht. Die Autoren montieren essayistisch-poetische politische Schriften, die sich von der systemimmanenten Kritik der klassischen Linken an der heutigen kapitalistischen Gesellschaft radikal abwenden und stattdessen transgressiven Widerstand fordern und praktizieren – im Sinne eines spielerischen, undogmatischen Überschreitens von Grenzen. Stark beeinflusst ist die Arbeit des Kollektivs von dem italienischen Philosophen Giorgio Agamben.

Der aktuelle Band legt die neuen Texte von Tiqqun erstmals in deutsch bzw. dort, wo Fragmente bereits vorläufig übersetzt worden waren, in einer qualifizierten und dem Sinn der Autoren entsprechenden Übersetzung vor.

»Sich erheben. Mit aufrechtem Kopf. Freiwillig oder
aus Notwendigkeit. Egal wie, wahrhaftig, von jetzt an.
Sich in die Augen schauen und sich sagen, dass man von Neuem beginnt. Dass alle es so schnell wie möglich wissen,
dass man wieder anfängt.
Schluss mit dem passiven Widerstand, mit dem inneren Exil, mit dem Konflikt durch Entwendung, mit dem Überleben. Wieder anfangen! In zwanzig Jahren haben wir die Zeit gehabt, zu sehen. Wir haben verstanden. Die Demokratie für alle, den ›anti-terroristischen‹ Kampf, die Massaker des Staats, die kapitalistische Restrukturierung und ihr Großes Werk der sozialen Säuberung
durch Auslese,
durch Unsicherheit,
durch Normalisierung,
durch ›Modernisierung‹.
Wir haben gesehen und verstanden.«

Zuletzt wurde 2010 mit Der kommende Aufstand unter der Autorenchiffre Unsichtbares Komitee (Comité Invisible) ein vielbeachteter Text auch in deutscher Sprache veröffentlicht.

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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