Laika Verlag

 

Laika Verlag

Schrei im Dezember

Schrei im Dezember
12 Jahre
Kolimenos, Kostas
Griechenland 2008
ca. 48 Minuten
Filmsprache
griechisch
Untertitel
deutsch

Kostas Kolimenos dokumentiert die Hintergründe und den Verlauf der militanten Protestaktionen nach den Todesschüssen auf Alexandros Grigoropoulos. Klar wird dabei, dass die vom Staat ausgehende Gewalt erst jene Gegengewalt herstellt, die dann wiederum unter Berufung auf die Wiederherstellung des gesellschaftlichen Gemeinwohls militärisch niedergeschlagen werden kann.

Pressestimmen

„Das war »kein Aufstand aus dem Nichts«, schreibt Heike Schrader in dem lesenswerten, fast hundertseitigen Begleitbuch zur DVD, denn 2006/2007 hatten wochenlange Proteste ein Hochschulgesetz, das »neue, marktwirtschaftliche Kriterien für das Universitätsmanagement« vorsah, nicht verhindern können. Außerdem muß, wer studieren will, sich jahrelang mit zusätzlichem Privatunterricht auf die Uni vorbereiten, und wer dann studiert hat, muß erfahren, daß ein Abschluß oft kaum etwas wert ist. Insofern ist es ein lächerlicher Euphemismus, wenn die bürgerlichen Medien im Dezember 2008 behaupteten, daß Griechenland »nicht zur Ruhe kommt« (was sie jetzt wieder tun).“

junge Welt, April 2010

Nein, wir sind keine Schaufensterpuppen. »Showroom Dummies«, der alte Kraftwerk-Hit von 1977, hat in Griechenland, wo gerade der Staat weniger von innen als von außen kaputtgemacht wird, keine Gültigkeit mehr. Mehr..

Belagerung
12 Jahre
Kolimenos, Kostas
Griechenland 2010
ca. 24 Minuten
Filmsprache
griechisch
Untertitel
deutsch

Der Film setzt die Dokumentation der neuen Revolten in Griechenland fort. Mit Filmausschnitten aus Serge Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin stellt Kolimenos Parallelen zwischen dem vorrevolutionären Aufstand 1905 im zaristischen Rußland und den Aufständen heute in Griechenland her. Der Film wird im Laufe des Jahres 2010 fertiggestellt werden. Der Bibliothek des Widerstands hat Kolimenos eine Vorschau seiner Arbeit zur Verfügung gestellt und bekennt sich  dazu, dass die Kunst für die Unterdrückten, Ausgebeuteten und Verfolgten Partei ergreifen muss.

Solidarität mit #allesdichtmachen

"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

#allesdichtmachen