Laika Verlag

 

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Calle Santa Fe

Calle Santa Fé
12 Jahre
Castillo, Carmen
Chile 2007
ca. 163 Minuten
Filmsprache
Spanisch
Untertitel
Deutsch

Am 5. Oktober 1974 stürmt die chilenische Geheimpolizei DINA in Santiago das Haus in der Calle  Santa Fé 725. Carmen Castillo, die Regisseurin des Films, lebt seit dem Putsch Pinochets im Untergrund, sie ist im sechsten Monat schwanger. Gleich zu Beginn des Schusswechsels zwischen den DINA-Agenten und MIR-Aktivisten, wird sie verwundet und verliert das Bewusstsein. Zwei Genossen gelingt es zu fliehen, doch Carmen Castillos Lebensgefährte Miguel Enriquez, Gründer und Generalsekretär der MIR, wird erschossen. Castillo überlebt schwer verletzt und wird aufgrund internationaler Proteste aus der Haft entlassen und nach Frankreich ausgewiesen. Dreißig Jahre später ist sie nach Santiago zurückgekehrt und hat einen Dokumentarfilm über die damaligen Ereignisse gedreht. Calle Santa Fé ist nicht nur eine Erinnerung an den gefallenen Genossen und Lebensgefährten, sondern auch eine Reflexion über die Bedeutung des Kampfes der MIR in Chile während der Regierungszeit der Unidad Popular und unter der Militärdiktatur.

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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